3. ADVENT – Gaudete

Weihenächte (Digital Arts Ursula von Liebenstein)

Liebe ist eine Entscheidung!

Jemanden zu lieben, ist nicht nur ein starkes Gefühl, es ist auch eine Entscheidung, ein Urteil, ein Versprechen. Wäre die Liebe nur ein Gefühl, so könnte sie nicht die Grundlage für das Versprechen sein, sich für immer zu lieben. Ein Gefühl kommt und kann auch wieder verschwinden. (…) Die Liebe zu anderen und die Liebe zu uns selbst stellen keine Alternative dar; ganz im Gegenteil wird man bei allen, die fähig sind, andere zu lieben, beobachten können, daß sie auch sich selbst lieben. Liebe ist grundsätzlich unteilbar; man kann die Liebe zu anderen Liebes-„Objekten“ nicht von der Liebe zum eigenen Selbst trennen. (aus: Erich Fromm. Die Kunst des Liebens)

Weihnachten steht vor der Tür, das Fest der Liebe, der Besinnlichkeit, der glücklichen Momente. Liebe …

Liebe ist in allen großen Religionen zentrales Thema

Vor einiger Zeit konnte ich ein Sufi-Ritual beobachten, in arte, wo es in der neueren Gehirnforschung darum ging zu ergründen, was bei so einem stark emotionalen Ritual in den Teilnehmenden stattfindet. Einer der Teilnehmer wurde befragt, was sein eigenes intensives Erleben dabei sei, was er impfinde. Er sagte sinngemäß, dass für ihn das allerwichtigste dabei sei, dass ihre Herzen im gemeinsamen, synchronen Bewegen und Singen eins würden, dass sie gleichsam zusammenwuchsen, und dass daraus Liebe entsteht, die Liebe zueinander, die Liebe zu allem was ist, die Liebe zur Welt, und daraus wiederum Friede gesät würde. Und die „Gerätschaften“ der Wissenschaftler bestätigten: alle Werte, ja sogar der Herzschlag der Testpersonen näherte sich sukzessive an, bis die Kurven nahezu identisch aussahen.

Liebe ist also, wenn die Chemie stimmt?

Klar, es ist tatsächlich so! Glücksgefühle und Wohlbefinden entstehen immer dann, wenn die Chemie stimmt. Der richtige Hormon-Cocktail wirkt sich auf unser Glücksgefühl aus, lässt uns Schmetterlinge im Bauch tanzen fühlen, Sonnenstrahlen die Herzen durchwärmt und die Gedanken durchlichtet empfinden. Dafür verantwortlich sind eine Anzahl von Hormonen und Botenstoffen, sagt die Forschung der jüngeren Zeit. Diese kleinen Glücksboten im Körper heißen mit wissenschaftlichen Namen Serotonin, Melantonin, Dopamin, Noradrenalin, Endorphine, Phenethylamin und Oxytocin. Aber mal ehrlich, mir selber sind diese Namen nicht wirklich wichtig, Hauptsache sie machen was sie sollen: mich glücklich ♥ Nun hat die Forschung herausgefunden, dass es dreierlei Gruppen dieser kleinen Glücklichmacher gibt.

Die einen wirken wie ein Lockmittel

und werden im Körper automatisch freigesetzt. Sie stehen uns zB. zur Verfügung, während wir uns auf den kommenden Urlaub freuen. Wenn wir wieder daheim sind, manchmal sogar noch am Urlaubsort, hört diese Ausschüttung relativ schnell auf. Diese Art von „Glückshelferlein“ im Körper steht uns nur sehr kurzweilig zur Seite, verflüchtigt sich sofort. Der Alltag hat uns wieder.

Ein zweites Glückssystem ist ein Belohnungssystem

in unserem Gehirn, das bereits etwas länger wirksam bleibt. Es endet nach etwa 3 Stunden bis 3 Monaten nach dem Erreichen unserer sehnlichsten Wünsche. Das neue Handy ist bald Alltagsgegenstand. Das neue Auto wird bald unser gewohnter, alltäglicher Begleiter. Das neue Haus wird zum Zuhause. Mit dem Erreichen endet dann auch diese Hormonausschüttung und löst keine Glücksgefühle mehr aus. Bei diesen beiden Glücks-Cocktails im Körper sind wir immer wieder von neuem gefordert, sie zu erneuern und aufzufrischen, wenn wir in ihren Genuss kommen wollen. Da gibt es dann aber eines, das uns – wenn wir wollen – zeitlebens zur Verfügung steht:

Das Glücks-System der Zuneigung, der Liebe.

Es ist tief verwurzelt im ältesten Teil unseres Gehirns, dem „Reptiliengehirn“, das hauptsächlich unser Über-Leben sichern sollte. Überleben hieß damals, vor urdenklich Zeiten, nicht aus dem Rudel rauszufallen, weil allein sein gleichbedeutend mit hilflos und ausgeliefert sein war und schlimmstenfalls den Tod bedeuten konnte. Deshalb ist diese Art der Hormonausschüttung eine mit lebenslanger Haltungsdauer und endet nur dann, wenn ich selbst es bewusst und willentlich beende.

Was bedeutet dies nun für mich und mein Glück?

Wenn ich etwas liebe, dann lenkt mein Unterbewusstsein ganz automatisch meine Aufmerksamkeit darauf und verknüpft es ebenso selbsttätig mit dem damit verbundenen Gefühl. Dieses „Rudel-Erhaltungs-Gefühl“, so will ich es nennen, entsteht also immer dann, wenn ich einen Menschen oder ein Tier, ein lebendiges Wesen von Herzen liebe.  Es ist lebenslang da, ich muss es nicht stetig erneuern. Es erfüllt mich und mein SEIN ganz automatisch und jederzeit mit dem dazu gehörenden Gefühl.

Nimm dir einen Moment Zeit

fühle in dich hinein, was fühlst du, wenn du liebst? Wenn du an deinen Lieblingsmenschen denkst, dein Lieblingstier ansiehst … was empfindest du da? Macht es dich glücklich? Direkt und unmittelbar und sofort? Jaaa, dir geht das Herz auf, es wird dir warm und leicht ums Herz, du schaust dich um und siehst alles in hellen leuchtenden Farben … lass all deine Sinne sprechen! Spürst du, wie sich sogar dein Hören und Sehen und Riechen, dein Fühlen, dein Anfühlen, wie sich einfach alles verändert in so einem Moment? Du bist rundum glücklich, stimmts? Woher ich das weiß? Weil es in unserer menschlichen Natur liegt und wir alle so empfinden, wenn wir lieben!

Die List zum Glücklichsein

Weil diese Art von Glücks-Chemiecocktail ursprünglich daran gekoppelt ist, uns mit unserem Rudel zu verbinden und also automatisch jederzeit zur Verfügung steht, kann ich hergehen und meinen Körper mit einer kleinen aber feinen List dazu bringen, mir dieses Glücksgefühl dauerhaft zu präsentieren: ich halte in meinem Leben Ausschau nach allem, was ich sehr gerne mag, was ich liebe, egal ob in Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft, nach allem was mich ausschließlich und ungetrübt glücklich macht.

Das Unterbewusstsein „denkt“ in Bildern, es kennt keine Zeitzonen, es kann nicht unterscheiden was wann und wer, es hat kein Zeitgefühl, es unterscheidet auch nicht zwischen Wirklichkeit und Vorstellung, auch nicht zwischen selbsterlebt und fremderlebt. Es denkt in Bildern und setzt entsprechende Vorgänge im Körper frei. Also hole ich mir solche mal ins Bewusstsein: Da gab es lange Zeit einen Gegenstand, den ich sehr mochte:

♥️ den Teddy aus Kindertagen, den ich in der Tasche heimlich zu wichtigen Terminen mitnahm, weil er mir ein Gefühl von Sicherheit und Stärke vermittelte oder jetzt

♥ meine Moppelbobbel-Wildsau vom ersten Premiumseminar, ein Geschenk von meinem Schatz, weil sie mich an einen meiner überwältigendsten Momente der letzten Jahre erinnert

♥ unser neues Haus am Mittelrhein, weil es mich mit seinem unbeschreiblichen Dauerwohlfühlbooster und der Liebesenergie eines ganzen Jahrhunderts erfüllt

♥ oder eine Eigenschaft an mir, die ich sehr mag? Ich liebe meine Fähigkeit zu lieben und zu lachen, niemals aufzugeben, immer dazu zu lernen, ich liebe meine Hochsensibilität

♥ einen Ort, an dem ich immer glücklich bin und den ich liebe, oder wo ich unbedingt und leidenschaftlich gerne einmal sein möchte? Ich weiß, dass ich soooo gerne nochmal nach San Francisco will, weil es der erste Ort in der Fremde war, wo ich mich zuhause fühlte

♥ ich liebe die Insel im Rhein mit den wundervollsten Steinen, die ich je gesammelt habe

♥ ich liebe den Platz auf der Bank unter der Eiche in unserem Garten, weil er mir mehr Heimatgefühl schenkt als jeder Ort zuvor

♥ und: vielleicht gibt es ja auch etwas, das ich über alle Maßen gerne mache (oder es zuuuu gerne tun wollen würde)?

♥️ Mich machen Wortspiele sehr glücklich, ich liebe sie, sie bringen mich zum lachen und lieben und glücklichsein und verbinden linke und rechte Gehirnhälfte auf ganz bezaubernde Art

♥ ich liebe es zu schreiben, Du weißt ja jetzt warum

♥ ich koche leidenschaftlich gern und liebe es, meinem Schatz beim Genießen zuzuschauen

♥ ich bin mit Leib und Herz und Seele pMCR (praktizierende Master of Collective Reframing), ich liebe es, die kleine und die große Welt mit Wundern zu füllen

Der Trick ist, all diesen Sachen, Orten, Tätigkeiten, Eigenschaften wirkliche, liebenswerte Namen zu geben, sie zu verwesentlichen, zu personifizieren. „Ich liebe es, weil….“. Du musst es also für dein Unterbewusstsein glaubhaft begründen ♥️ Dadurch setzt dein Gehirn eben diese personifinzierten Reaktionen frei, du hast damit Gegenständliches ver-wesen-tlicht und dein Glücks-Chemie-System überschüttet dich und dein SEIN, laienhaft ausgedrückt, mit „Allzeit-Glücklich-Cocktails“ ohne Ende. Oxitocin steht dir somit dauerhaft und unbeschränkt zur Verfügung

Da-Sein ist ein lebendiger, wandelbarer Prozess,

formt sich immer wieder neu, ist in Bewegung. Rhythmisch folgt dieser dem Strom der Zeit, lebenslang mit jedem Ein–und Ausatem verändern wir uns bis in den genetischen Code. Mein Umfeld, meine Umwelt prägt mich — was und wie diese Prägung aussieht, wie tief sie gehen darf, welche Farbe sie trägt, wie sie sich anfühlt — das entscheide ich jeden Augenblick von Neuem: jetzt!  Wir tragen unsere kostbaren Perlen, Seelenfähigkeiten, Wortkristalle, Lichtkräfte in eine gemeinsame Welt, in die kleine wie in die große. Mit unserem Denken, Sprechen, Fühlen und Handeln gestalten wir diese Welt. Allein das Gefühl verändert Dich sofort, gestaltet Deine stoffliche Welt direkt und unmittelbar: Du BIST Dein Gefühlsalchemist!

Wir können uns selbst und die Welt verändern,

wenn wir einer am anderen aufwachen, wenn wir uns gegenseitig befruchten in unserem Denken, Sprechen, Fühlen und Handeln. Folge deinem Herzen, füttere dein Fühlen mit Liebe, Lust, Licht und Frieden und dein Liebe-Glücks-Feeling wird alles was zu diesen Gefühlen passt in dein Leben ziehen. Sorge dafür, dass es dir gut geht, indem du dein ganzes Sein mit Liebe erfüllst! Ut ameris, ama! Lass in deinem Herzen das ganze Jahr Weihnachten sein, erfülle dich und deine Welt rund um’s Jahr mit Liebe, so oft und so freudig wie nur irgend möglich. Es ist deine ureigene Entscheidung!

… und lass die Menschen daran teilhaben, denen du begegnest. Schenke ein liebes Wort, eine liebevolle Geste, wenn es niemand erwartet. Verzeihe dir selbst und liebe dich, dann kannst du auch andere lieben, selbst dann, wenn sie es nicht erwarten.

Kannst du dir vorstellen,

in kühnsten Träumen ausmalen, was das für dein Leben, deine Beziehungen, deine Selbstachtung, dein Selbstbewusstsein, deine Selbstliebe, deinen Beruf, deinen Erfolg, deine finanzielle Situation haben kann? Kannst du dir vorstellen, wie weit du mit dieser Erkenntnis für dich und für dein Leben, IN deinem Leben kommen kannst? Weißt du, wie mächtig du wirklich bist? Glaub mir, es wird weiter sein als jemals zuvor! Weiter als du dir bisher je hast vorstellen können! Es wird dein Leben genauso wie meines von Grund auf ändern! Und nicht nur dich selber! Deine kleine Welt um dich herum wird freundlicher, heller, leichter, glücklicher, liebevoller, liebenswerter.

All dies und noch viel mehr

habe ich bei Ewald Schober in einem seiner monatlichen Day of Change erfahren, gespickt mit praktischen Beispielen direkt an Ort und Stelle.

Der nächste Day of Change zeigt gerne auch dir, wie Du diese Methoden in deinem Leben anwenden kannst. Du kannst übrigens, wenn du Schüler der Lebensschule bist, an beiden Standorten zum Day of Change gehen! Das heißt, du kannst für ein und denselben Preis zweimal im Monat teinehmen! Und das Monat für Monat … es gibt keine Worte dafür, mit wieviel Power und Veränderungspotential dies kontinuierlichen Einfluss auf dein Fühlen, Denken, Sprechen und Handeln nimmt und dein Leben in eine neue Welt boostet. Ein Quantensprung in deinem Lebensgefühl!

Deinen allerersten Day of Change, den bekommst du und dein Lieblingsmensch natürlich geschenkt! (klick)

Ich freu mich auf dich

Alles Liebe

Ursula von Liebenstein

Ut ameris, ama!

Beitragsbild: Ursula von Liebenstein – Skulptur: Jutta Reiss, O Pica Pao

2. ADVENT Proprium

Liebenetzwerk Datenträgerbereinigung (Digital Arts Ursula von Liebenstein)

Ein Dialog in Liebe

„… und wieder weiß ich mal nicht weiter… wieso passiert mir das immer … immer dann wenn ich in mir mit allem so zufrieden und glücklich bin und mir denke so kanns bleiben … wieso immer ich???“

Du fragst: … wieso passiert mir das immer … Und ich kann mich nur wiederholen, mit all dem was ich schon wiederholt geschrieben und gesagt hatte … es passiert, weil Du Dich davon runterziehen lasst. Damit ziehst Du automatisch … automatisch!!! … die nächste Schei…benkleisterei an.

Wer bist Du?

Wenn wir für uns eine Rolle bestimmen … sagen wir mal, ich bestimme mich im Spiel des Lebens als die Sonnengöttin, ich schlüpfe in diese Rolle, der Vorhang geht auf … dann wird mich das Leben immer wieder darin bestätigen, und ich bekomme Situationen „serviert“, offeriert, in denen ich mich als Sonnengöttin bestätigt fühle. Cave: das Leben schickt mir aber auch immer wieder Situationen, in denen ich mich selber darin bestätigen kann (zB. indem es mir eine Anzahl von besch…eidenen Situationen präsentiert) … dann kann ich sagen (zu mir und zum Leben) … nenene! von so einem Quark lass ich mich nicht beeindrucken! und schon gar nicht runterziehen, lass mich nicht wieder wie früher zum Dödel machen, nein und nochmal nein!!!, ich bin und bleibe meine Sonnengöttin … Und dann lachen!!!

Lachen ist ganz wichtig!!!

Wegen der Endorphine, die freigeschüttet werden, aber auch, um mein Unterbewusstsein immer wieder in der neuen Prägung, in der neuen Bestimmung „Sonnengöttin“ zu bestätigen und zu halten. Früher habe ich meist wie Du mich von allerlei Schei…benkleisterei runterziehen lassen und mich dann gewundert, warum ich im Dreck liege … bildlich gesprochen.

Jetzt aber weiß ich, dass ich die Situation augenblicklich wieder drehen kann.

Das ist spooky, ich weiß, aber sogar Schmerzen werden dann ganz plötzlich leichter oder verschwinden mitunter sogar ganz … vorher von irgendeiner Behörde oder sonstig wichtigen Stelle überaus dramatisch Mitgeteiltes stellt sich dann plötzlich als Irrtum heraus, als Verwechslung … Ekelpakete entschuldigen sich ganz plötzlich und sind fortan sehr entgegenkommend und freundlich … usw … weil das Leben mich in meiner Rolle IMMER bestätigen MUSS!

Aber wenn ich rausfalle, also rückfällig werde und wieder Opfer bin, bekomme ich wieder Situationen, die mich im Opfer SEIN bestätigen … und wenn ich zu mir und meiner neu bestimmten Rolle stehe, mich von solchem Mist nicht beeindrucken lasse, dazu lache und zu mir sage „ICH BIN …“ dann folgt das Leben … Je öfter ich das mache, umso schneller wird es passieren.

„Aber das habe ich doch gar nicht bestimmt, das passiert halt“

Wenn Du Dich als die bestimmst, der immer wieder solche Sachen passieren, dann wird Dich das Leben in dieser Deiner Bestimmung, in dieser selbst bestimmten, mit eigenen Worten benannten Rolle immer wieder bestätigen!

Du bekommst solche Situationen so lange, bis Du für Dich eine andere Bestimmung, eine andere Rolle auf der Bühne des Lebens bestimmst. Die Gehirnforschung und die Quantenphysik haben das herausgefunden, nicht „nur“ irgendwelche spinnerte oder gescheite Esoteriker: Dein Gefühl bestimmt, was mit Dir geschieht (nicht umgekehrt!!!) … und zwar bis hinein in den genetischen Code. Deine Zellen verändern sich. Sie passen sich dem Gefühl an. Also nicht nur das „Außen“, auch das „Innen“ passt sich dem an, als was Du Dich selber bestimmst. Da-Sein ist ein lebendiger, wandelbarer Prozess, formt sich immer wieder neu, ist Bewegung. Rhythmisch folgt dieser dem Strom der Zeit, lebenslang mit jedem Ein–und Ausatem verändern wir uns bis in den genetischen Code.

Die Hoffende … Versuchende … Probierende

Wer beispielsweise immer wieder sagt „ich hoffe, dass …..“ dem wird das Leben immer wieder Situationen bescheren, in denen er hoffend SEIN darf. Würde so jemand endlich das erreichen, was erhofft wird, wäre er ja kein Hoffender mehr, sondern ein erfüllter, reicher, leuchtender, glücklicher, lustvoller, liebender Mensch. Weil uns das Leben aber immer darin bestätigt, was wir von uns selbst glauben zu sein … tja, dann kann es nicht der Erfolg sein, der bestätigt wird, stimmts?

Oder wer immer behauptet „ich versuche, …..“ den wird das Leben konsequent darin bestätigen, der „Versuchende“ zu SEIN … und zu bleiben. Man glaubt gar nicht, was man alles versuchen kann, ohne jemals erfolgreich zu sein! Ohne jemals ans Ziel zu gelangen, obwohl man vermeintlich alles dafür tut. Und warum das so ist? Na, weil man sich ja nicht als erfolgreich bestimmt hatte, sondern als „versuchend“. Ich probier das mal … gell, dann bleibt man im Probieren stecken und am Ende hat nichts wirklich hingehauen … und dann kommt der Katzenjammer „warum ich? warum immer mir?“

Mein Glaube

Das Leben bringt zu mir IMMER die Situationen, die zu dem passen, was ich von mir selber GLAUBE zu SEIN. Es hilft also auch nicht, sich irgendwas „einzureden“, was man aber selber gar nicht wirklich glaubt … weil das Leben mich in dem bestätigt, was ich glaube. Deswegen funktionieren Affirmationen nur dann, wenn ich das wirklich glaube zu SEIN. Darum ist es wichtig, sich ganz genau auszumalen, als wen oder was man sich selber mit dem eigenen Sprachgebraucht „bestimmt“ … denn die Worte gestalten das Denken, aber vor allem auch das Fühlen! Und da beißt sich dann die Katze selber in den Schwanz, denn das Gefühl ist unser aller stärkstes Werkzeug des Erschaffens!

Propriozeptiv?

Sind also meine Gefühle Wahrnehmungen aus meinem eigenen Körper, ähnlich wie die Bewegung von Muskeln, Sehnen und Bändern? Ein gleich-gewichtendes Werkzeug? Eines mit dem ich meine Welt erschaffe? Erstanden aus den Eigenschaften, die meine Identität ausmachen? Meine Eigentümlichkeit, meine Besonderheit, mein spezifisches Merkmal? Wenn ich mich also als „Liebe“ bestimme, wenn dies alsbald meine ureigene Besonderheit ist, mein ICH-BIN zum Ausdruck bringt … dann, ja dann formt es meine Gedanken, prägt meine Ausdrucksweise, gestaltet mein Verhalten und hat damit Einfluss auf die stoffliche Welt. Und nicht nur das! Es hat unweigerlich auch Einfluss auf die nichtstoffliche Welt! Es überträgt sich in Sekundenbruchteilen auf die Menschen in meiner Nähe. Dadurch gestaltet es auch die Atmosphäre, in der wir uns gemeinsam befinden. Dann durchströmt mich Liebe. Dann durchströmt Dich Liebe. Dann fangen wir an, in Liebe zu leuchten und erhellen damit unsere Welt. Dann schwingt sich alles in diesen Strom der Liebe ein, was uns umgibt. Ein Liebe-Flow. Ein Liebe-Flashmob ♥

Weißt Du, was das heißt?

Das heißt doch dann auch, dass alles was ich fühle und denke, sich direkt und unmittelbar überträgt. Quasi ein menschliches „bluetooth“? Samt Datenübertragung! Egal ob bewusst oder unbewusst, meine Fühle formt meine Denke, und die wiederum hat Auswirkungen auf Deine Fühle … Ge-fühle … sind also Deine Seins-eigene Daten-Nutzung, Deine Feinstoffliche mobile Datenverbindung mit allem, was ist, mit allem Sein! Buchstäblich ein Link in die gemeinsame Liebe-Cloud.

Wir können damit also auch unsere Netzwerke bestimmen, können sie beschränken oder teilen. Die Esoteriker unter uns würden dazu jetzt wahrscheinlich Telepathie sagen, stimmts?

Datenträgerbereinigung

Wenn das so ist, dann ist allerhöchste Zeit für eine Datenträgerbereinigung des Sein-Zustandes spätestens dann, wenn Du meinst „wieso passiert mir das immer?“

Darum: Nichts und niemand bestimmt meinen Gefühlszustand, außer ich selber!!!

Rufe Dir das immer wieder ins Herz, ins Gefühl … NICHTS und NIEMAND!!! … außer Du selbst! Lass es uns gemeinsan tun, lass uns die Welt gut lieben!

Liebe ist ansteckend

Gemeinsam sind wir stark. Wenn jede/r das in unsere Weltbürger-Gemeinschaft einbringt, was er/sie am besten kann, wenn dieses Licht sich vereint und strahlt über die ganze Welt, wird sich etwas verändern, unweigerlich. Daran glaube ich. Entfalten wir in uns Schöpferkräfte! Lassen wir unser Licht und unsere Liebe zu allem Sein erblühen und Frucht tragen! Lassen wir unser Denken herzwarm werden, zum Herzdenken werden, jeder für sich und wir gemeinsam. Dann durchströmen uns Kräfte, die eine durchlichtete Zukunft impulsieren können – ich-gesundend, welt-gesundend, welt-bewegend.

Lass nicht zu, dass irgend eine Situation oder irgend ein Mensch oder irgendwas überhaupt darüber bestimmen kann, wie Du Dich fühlst! Komme aus dem Re-agieren heraus.

Was von außen daherkommt … das kommt daher … es ist … Aber was es mit Dir machen darf, das bestimmt man selber, welches Gefühl ich davon bekomme, oder ob ich überhaupt ein Gefühl damit verbinde (oder verbinden mag, oder eben nicht mag), das bestimmt jeder für sich selber, diese Freiheit haben wir Menschen. Wir brauchen nicht zu Re-agieren. Wir können jeden Moment von neuem unser SEIN, unser Gefühl bestimmen! Dann ist das Gefühl keine Re-aktion mehr. Dann fühle ich das, was ich fühlen will, egal was „draußen“ passiert. … und dann wird mir das Leben mehr und mehr und mehr Situationen bescheren, „servieren“, die zu diesem Gefühl passen!

Dann, ja, dann sind wir Gefühlsalchemisten … und das ist ansteckend! ♥

Der erste Schritt: sei glücklich, lächle, liebe! Sei Dir bewusst, dass wir alle eins sind, dass wir einer am anderen aufwachen können, erwachen zu einer liebevollen, friedvollen, glücklichen Welt.

Komm mit!

Ich feiere meinen/unseren ganz individuellen persönlichen 2. Advent heute, in meiner Eigentümlichkeit, in meiner Besonderheit, in meiner ganz spezifischen Identität … und stecke Dich mit Licht und Liebe an. Komm mit zu Deinem Day of Change.

Komm und hole es Dir auch. Sichere Dir ein Freeticket zu diesem Tag, der Dein Leben verändern wird!

Advent – möge auch Deiner kraftvoll, liebevoll, lichtvoll SEIN ♥

Alles Liebe

Ursula von Liebenstein

Advent

Lichterheilig (Digital Arts Ursula von Liebenstein)

Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird,
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin – bereit,
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.

Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926

Der Advent und ich

Das Wort Advent kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Ankunft, damit ist in der christlichen Tradition natürlich die „Ankunft des Herrn“ Jesu Christi gemeint und bezeichnet die Jahreszeit, in der sich die Menschen auf das Fest der Geburt Jesu vorbereitet, in der sie das Kommen erwarten. Das Kirchenjahr beginnt.

Dieser Advent 2019 ist auch für mich wieder eine ganz besondere Zeit der Ankunft. Ja, ich bin wahrlich angekommen. Jetzt. Und ganz. Ich bin angekommen in meiner Stärke, in meiner Kraft, in meinem Licht und in der Liebe. So wie Rilke es für den Baum in seinem Gedicht beschreibt, hat mich diese Ahnung, die Vorfreude, das Hinauslauschen in die liebevolle Welt mich in mir „lichterheilig“ werden lassen. Auch ich strecke meine „Zweige“ hin und bin bereit: für mein selbst-bestimmtes Leben in Herrlichkeit, für das Glück, das ich allzeit gerne und voller Liebe bereit bin, an alle weiterzugeben, die ebenfalls „ihre Zweige hinstrecken“ wollen und bereit sind für das Licht und die Kraft, das in Ihnen schlummert.

2017 etwa um dieselbe Zeit ließ unser Lehrer, Mentor, Trainer, Coach, Weltenliebender Ewald Schober für mich bei dem Weihnachts-Day of Change einen Spendentopf herumgehen im Saal, weil ich damals mir sicher war, dass ich in der Akademie des LCC (Life-Coaching-Center) die Ausbildung zum CR-Master machen will, obwohl ich außer Schulden keinen einzigen müden Cent dafür selbst erbringen konnte. CR heißt Collective Reframing, einer Abteilung innerhalb des LCC, die mit quantenphysikalisch und neurowissenschaftlich erwiesenen Methoden bereits viele „Wunder“ bewirkt haben, nachzulesen im „Unglaublichen Buch“, das leider momentan vergriffen ist … mit einem Bestseller kann das passieren … Neuauflage kommt demnächst.

Und was ist dann passiert?

Es war für mich wie ein Wunder. So viele Menschen – mehr als Hundert! – zusammen in einem Saal, die meisten davon für mich fremd und unbekannt, weil sie selbst das erste Mal bei einem solchen „Day of Change“ dabei waren. Im Topf waren fast dreihundert Euro gewesen, und weitere zweihundert wurden mir sogar noch überwiesen von lieben Menschen, die an mich und meine Vision glaubten.

Ja, es war der Tag der Veränderung. Es war mir wie Geburtstag, Weihnachten und alle guten Feste des Jahres an einem Tag! Dies hat mir in einer Macht verdeutlich, was für eine herzwarme, zusammenhaltende Gemeinschaft von Menschen sich hier versammelt. Und es hat mir begreiflich gemacht: hey, du bist nicht allein! Dir wird geholfen von vielen, wir halten zusammen, wir glauben an dich, wir stehen zu dir! Was für ein Erlebnis!

Es war für mich der Tag,der mich und mein Leben Grundlegend verändert hat. Den Spendentopf erklärte ich sofort zum Beginn für „reich SEIN“, zum Tag an dem ich begann zu lernen und zu begreifen, wie mächtig das eigene Gefühl direkt und unmittelbar die stoffliche Welt verändern kann.

Und schau, wenn das ICH das kann, wenn es so vielen gelungen ist, die sich im „Unglaublichen Buch“ zusammen gefunden haben, um ihr Glück zu beschreiben, wenn vielen Hunderten von Menschen, die bereits durch die LCC-Lebensschule ihr Leben verändern konnten … dann, JA, dann wird es auch dir gelingen! Vertraue darauf!

Und heute?

Diesen und alle bisherigen und kommenden Blogartikel schreibe ich in unserem Traum-Wunsch-Haus mitten im UNESCO-Welterbe oberes Mittelrheintal. Es ist unser Eigentum, und ich lebe hier nun schon seit mehr als einem Jahr! Ich sitze vor dem Fenster mit Blick auf eine wundervolle große Eiche, die unseren Freisitz beschattet im Sommer. Ein Haus, vor dem sich der Männergesangsverein trifft, um Liebe und Lachen im Ort zu besingen und wer hier „geliebt und gelacht, der sehnt sich von hier nicht mehr fort“ in selbst verdichteten und vertonten Weisen zu erklingen. Von hier schaue ich auf einige Dächer von Menschen, die uns von der ersten Sekunde an in ihrer Mitte aufgenommen haben, obwohl wir damals fast „aus heiterem Himmel“ nigelnagelneu hierher geschneit waren zur Kirchweih, zum Kerbe-Umzug 2018. Ein Dorf, in dem die Jugend bleibt und dafür immer wieder Wiesen und Felder zu Baugrund ausgewiesen werden. Und zwischen den Dächern hindurch schaue ich rüber nach Hessen, auf die andere Seite des Rheins, fühle die Energie von Väterchen Rhein heraufströmen zu mir und bin glücklich. Angekommen. Daheim.

Meine Akademie

Inzwischen bin ich bereits erfolgreiche pMCR (praktizierender Master of Collective Reframing und kam vorgestern von unserem ersten CR-Master Kongress zurück. Im Sommer legte ich die Prüfung als Life-Reframer (LR) und Unterbewusstseins-Reframer (UBR) nach Sabine Schober mit sehr gutem Erfolg ab, vorher die Ausbildung zum Berufungs-VLV-Coach (Vorgeburtliche Lebens-Vision).

Ich habe in diesen zwei Jahren Menschen kennen- und lieben gelernt, die denselben Traum haben, ähnliche Ziele, die sich vorstellen können, mit uns gemeinsam etwas aufzubauen, was zukunftstragend unsere Welt liebevoller, lichtvoller werden lässt. Meine Vision: ein Life-Reframing-Center Mittelrhein ins Leben zu rufen rückt näher. Und damit die Möglichkeit, meinen Beitrag zu leisten, dass dieses und ähnliche Wunder jedem Menschen offen stehen, der sich glücklicher und damit automatisch erfolgreicher zu werden erträumt.

Ankunft – Advent

Ja, ich bin angekommen, zusammen mit meinem geliebten Seelenparter und Mann Josef Greckl, der mit mir denselben Weg geht und gleichzeitig die Akademie-Ausbildung zum Speaker/Trainer mit mir gemeinsam besucht.

Er ist unter anderem bereits LCC-Kombinatorik-Coach. Kombinatorik ist genau die Methode, die diese unbeschreibliche Entwicklung in mir, in uns beiden herbei geführt hat. Kombinatorik verstofflicht im Prinzip genau die Kraft des Advent, die Kraft der Vorfreude und des Erwartens, um das eigene SEIN zu durchlichten, zu durchlieben, zu durchglücken.

Komm mit!

Ich feiere meinen/unseren ganz individuellen persönlichen Advent. Komm mit zu Deinem Day of Change.

Komm und hole es dir, sichere dir ein Freeticket zu diesem Tag, der dein Leben verändern wird!

Advent – möge auch deiner kraftvoll, liebevoll, lichtvoll SEIN ♥

Alles Liebe

Ursula von Liebenstein

Der Weg zurück nach Weihnachten

Der Weg zurück nach Weihnachten

Juli war es – wenn man das Wetter außer Acht ließ. Ansonsten eher November. Vielleicht deswegen fand sie sich dabei, über Weihnachten nach zu denken. Hatte das Jahr den Zenit überschritten und wurden die Tage kürzer, schien es ihr, als würde die ganze Welt beginnen, sich auf das Jahresende einzustimmen, dessen größtes Fest eben Weihnachten war. Das Weihnachtsgeschäft der Konsumentengemeinde begann bereits im Oktober. Und regelmäßig jedes Jahr geschah es, dass sie sich zurücksehnte. In die Kindheit, die Zeit der Wunder und der Vorfreude. In die Zeit, in der es für sie und viele andere die wichtigen Dinge im Leben noch in keinem Laden zu kaufen gab. In der Worte wie: „Zärtlichkeit, Wärme, Geborgenheit“, noch einen Sinn machten, der unabhängig war von Konsumgütern und deren Besitz.

In ihrem eigenen Leben spielten diese Konsumgüter bis heute keine Rolle. Aber obwohl sie sich den Zeichen der Zeit verweigerte, fand sie doch die andere Seite nicht wieder. Sie liebte Bilder von Adventskränzen, sah sie einen Kamin und Kerzen, wurde ihr warm – aber jeder Versuch, dieses tief in sich verschlossene Gefühl wieder zu leben, scheiterte. Die Realität sah eben anders aus und ihre romantische Ader verschloss sie – tiefer und tiefer.

Wie, um sie aus ihren Gedanken zu reißen, öffnete sich im gleichen Moment ihr Email-Melder am PC. „Besser ist das!“, sprach sie halblaut und mehr zu sich selbst, als zu der silbergrauen Katze auf ihrem Schreibtisch und wechselte die Bildschirmansicht, um einen Blick in die eingegangene elektronische Post zu werfen. Doch die einzige eingegangene Mail darin, ließ sie stutzen und schaudern zugleich.

Seitenfüllend das Bild eines Weihnachtszimmers: Auf dem Tisch ein Adventskranz mit vier brennenden Kerzen, ein Kamin und dahinter ein schön geschmückter, hell strahlender Weihnachtsbaum, unter dem sich Päckchen und Pakete festlich verschnürt, nur so stapelten. Fast meinte sie, den Duft der Kekse in der Schale auf dem Tisch zu riechen, das Knacken des Feuers im Kamin zu hören und lange Minuten verweilte sie in seiner Betrachtung, bis sie meinte, die Flammen würden sich bewegen. Dann schalt sie sich eine Närrin und machte die Email zu, löschte sie, ohne ihr auch nur einen weiteren Blick zu schenken. Aber während sie arbeitete, konnte sie sich nicht dagegen wehren, dass immer wieder dieses Bild vor ihrem inneren Auge auftauchte.

In den nächsten Tagen hatte sie wenig Zeit, an Weihnachten zu denken. Die kleineren und größeren Alltagsprobleme forderten ihre völlige Aufmerksamkeit und fast schon hatte sie die Email vergessen, als sie diese genau eine Woche später wieder in ihrem Mailpostfach fand.

Erneut fesselte das Bild ihre Aufmerksamkeit. Immer noch enthielt die Mail kein einziges Wort doch irgendetwas war anders. Bei genauer Betrachtung sah sie es. Die Kerzen am Weihnachtsbaum brannten nicht mehr. Was hatte das zu bedeuten? Sie warf einen Blick auf die Absenderadresse: noreply@weihnachten.de. Es wunderte sie nicht, als sie feststellen musste, dass die Domain zwar vorhanden, aber nicht aktiv war. Wenn man ein wenig mehr über die Bedeutung der Mailadresse nachdachte, kam man nämlich auf mehr als eine Bedeutung. „no reply“ hieß auf Deutsch „keine Antwort“ – und es gab tatsächlich keine Antwort auf Weihnachten. Es gab nichts, das in der Lage wäre, dieses spezielle Gefühl zu ersetzen. Das konnte nur Weihnachten. Aber auch da gab sie dem Bild und seiner Entwicklung recht – Weihnachten drohte, seinen Glanz zu verlieren. Und ihr war jetzt – obwohl inzwischen draußen wieder über 30 Grad herrschten, nach Kerzenlicht. Den Rest des Tages begleitete ihre Arbeit eine brennende Kerze.

Diesmal vergingen zwei Wochen bis zur nächsten Mail. Es wunderte sie nicht, als sie feststellte, dass das vorher hoch lodernde Feuer zu einem glimmenden Aschehaufen verbrannt war und dem Bild ein weiteres Stück Licht – und Wärme nahm. Trauer machte sich in ihrem Herzen breit – Trauer, und der Wunsch etwas gegen diese, inzwischen sicher scheinende, Entwicklung zu tun. Ein weiteres Mal rief sie die dazu gehörige Domain auf – und diesmal stand dort: „In Vorbereitung“. Wer immer hinter diesen Emails steckte, er dachte sich etwas dabei Sie selber dachte inzwischen eben so viel und fand sich bei dem Entschluss wieder, dieses Jahr Weihnachten nicht so spurlos an sich vorbei gehen zu lassen, wie sie es die letzten Jahre getan hatte. Dieses Jahr wollte sie den Advent bewusst erleben, die Zeit der Vorbereitung auf die Ankunft des Christuskindes ganz für sich nutzen und sich selbst einstimmen auf das Gefühl in ihrem Herzen. Niemand außer ihr wäre in der Lage, für sie wiederzufinden, was ihr seit den Kindertagen mehr und mehr verloren gegangen war. Und sie allein würde den Weg gehen müssen – zurück in die Zeit – zurück zu sich selbst. Was genau bedeutete für sie „Weihnachten“? Waren es Gerüche? Farben? Kerzen? War es die allgemeine Feierlichkeit oder der Schmuck? Waren es Lichterglanz und strahlende Kinderaugen? Alle diese Fragen galt es zu beantworten – und das Ganze vor Dezember – denn, am Ende der Adventszeit sollte dieses Jahr für sie wieder „Weihnachten“ stehen. Weihnachten für das Herz – nicht für den Kommerz.

Den scheinbar noch früher als sonst stattfindenden diesjährigen Weihnachtskommerz sah sie daher aus einem ganz anderen Blickwinkel. Statt sich davon genervt zu fühlen, nahm sie aktiv teil, nutzte die Zeit für ihre eigenen Vorbereitungen. Es galt Kerzen zu erstehen, Lichterketten und Schmuck, denn in ihrem Haushalt war für all das in den letzten Jahren kein Platz mehr gewesen. Dem Wunsch, sich aus Bequemlichkeit für einen künstlichen Tannenbaum zu entscheiden, widerstand sie. Gehörte nicht auch das dazu? Das Kaufen des Baums kurz vor dem Fest in Eis und Schnee. Der Transport mit beinahe tiefgefrorenen Fingern und das langsame wieder Auftauen zuhause bei Keksen und Kakao. Ihre Mutter hatte seinerzeit an diesem Tag immer ein wenig vom sorgsam gehüteten Weihnachtsgebäck hergegeben und sie erinnerte sich mit ein wenig Wehmut an das Zusammensitzen oft noch in Jacke und Handschuhen in der Küche. Das Ausziehen lohnte nicht, weil der Baum meist noch an seinen Endstellplatz verbracht werden musste und schneebedeckt vor der Tür lag. Wirklich helfen konnten die Kinder ihrem Vater dabei nicht – aber er hatte sie das nie spüren lassen. Das wurde ihr ebenfalls heute zum ersten Mal klar. Eigentlich hatten sie ihm in den Füssen gestanden die gesamte Zeit, aber nie fiel ein böses Wort. Der Kauf des Christbaums und die dazu gehörigen Tätigkeiten waren Ritual gewesen. Eines der Dinge, die sie schmerzlich vermisste. Dieses – und noch viel mehr.

Weitere Erinnerungsmails begleiteten ihren „Weg zurück nach Weihnachten“. Interessanterweise blieben sie nach wie vor ohne Text doch im Gegenzug zu dem schwindenden Bild in den eMails entstand auf der Internetdomain ein neues Bild. Noch war nichts erkennbar – außer Schemen und Umrisse – und wie ein Kind begann sie, sich auf jede kommende Mail zu freuen, denn mit dieser würde wieder ein Stück mehr an dem Bild auf der Domain entstehen. Das wusste sie.

Schneller als erwartet kam der Dezember heran. Scheinbar auf Knopfdruck begann der erste Dezember mit Nachtfrost und Raureif. Tief sog sie auf ihrem Balkon die frostige Luft in ihre Lungen. Selbst diese schien ein bisschen etwas ihrer Kinderzeit mitzubringen.

Die Welt roch anders, wenn es kalt wurde. Das war ihr noch nie so wirklich bewusst geworden, aber jetzt spürte sie es mit jeder Faser ihres Körpers. Statt der Kälte den Weg zu verwehren, genoss sie diese in vollen Zügen.

Als das Wetter schlussendlich ein paar Tage später mit Schnee daherkam, fand sie sich dabei wieder, diesen zu genießen. Wiederum zum ersten Mal seit langen Jahren fiel es ihr nicht schwer, den Wagen stehen zu lassen und ihre Einkäufe zu Fuß zu erledigen. Die im Übrigen komplett anders aussahen, als noch die vom letzten Jahr. Weihnachtsnaschereien in den unterschiedlichsten Arten vermehrten sich in ihren Einkaufstaschen zu einem bunten Potpourri und was sie nicht am PC direkt naschte, landete auf einem großen, bunten Teller, den sie in die Mitte ihres Adventskranzes auf ihrem Esszimmertisch stellte. Nur selten saß jemand an diesem, für sie eigentlich viel zu großen Tisch, aber in diesem Jahr störte sie dieser Umstand nicht. Sie nutzte die freie Tischfläche, schmückte sie mit festlich vorbereiteten Tannenzweigen, und wie seinerzeit in Kindertagen zog sie am 04. Dezember los und suchte einen Blumenladen auf, der Kirschzweige im Angebot hatte. Eine Bodenvase kaufte sie gleich mit dazu. Wenn sie Glück hatte, würden die Zweige am 24. Dezember blühen – und wie ihre Mutter seinerzeit, plante sie, die später getrockneten Äste zusammen mit Korkenzieherhaselnuss- und Forsythienästen im Frühjahr zum Osterstrauß umzufunktionieren. Inzwischen kamen die Emails täglich und das zunehmend verblassende Bild machte sie nicht länger traurig, denn das Bild auf der Domain wuchs und gedieh. Die ursprünglich nostalgisch anmutende Darstellung wich einer moderneren. Zwar gab es auf dem neuen Bild keinen Kamin mehr, aber dennoch wurde die Darstellung des modernen Weihnachtszimmers von viel Licht und Wärme begleitet. Täglich nahm das Bild an Intensität und Tiefe zu. Hatte vorher ein altdeutsches massives Eiche Sofa den Raum dominiert, stand an seiner Stelle jetzt eine moderne Wohnlandschaft. Auf einer Decke, der man ihre Weichheit und Wärme regelrecht ansehen konnte, räkelte sich eine Katze. Statt des Kamins sah sie jetzt einen modernen Heizkörper, doch war er geschmückt mit Tannengirlanden, roten und goldenen Schleifen.

Am 24.Dezember war das Bild in der Email nur noch als Schatten zu erkennen. Ein Schatten, den ein Satz zierte: „Es war einmal“. Das Bild auf der Internetpräsenz trug endlich ebenfalls einen Text …

„Liebe Freunde von Weihnachten,

Ich hoffe, es ist mir gelungen, es wieder in Euch zu wecken. Dieses Gefühl, ohne das die letzten Jahre nicht vollständig zu sein schienen. Ich hoffe, ihr habt verstanden, dass Warten nicht immer mit Nichtstun oder Untätigkeit zu tun haben muss, sondern mit Bewusstsein und bewusstwerden. Als Kinder lernten wir die Rituale, die der Alltag uns als Erwachsene vergessen ließ, doch ihr Verschwinden hinterließ Lücken, die nichts anderes zu füllen imstande war. Es war und es ist nicht zu spät dafür, das Kind in uns wieder zu wecken – wir müssen es einfach nur tun!“

Unterschrieben war dieser Text mit: „Ein Freund“

Am Baum auf dem Bild – wie an ihrem – erhellten echte Kerzen die Nacht des Heiligen Abend.

Text mit freundlicher Genehmigung dem Buch „Weihnachten im Herzen“ von Britta Wisniewski, ISBN 978-3-7467887-46 entnommen.